Cooperative Praxis – Konflikte einvernehmlich mit anwaltlicher Begleitung lösen

Zusammenarbeit, Respekt, Fairness – das sind die Grundpfeiler der Cooperative Praxis. Als strukturierter Mittelweg zwischen Mediation und klassischer anwaltlicher Vertretung ermöglicht CP eine außergerichtliche Lösung von Konflikten – mit Unterstützung spezialisierter Anwältinnen auf beiden Seiten.

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Was ist Cooperative Praxis?

Die Cooperative Praxis (CP) steht im Geiste der Mediation für eine außergerichtliche Einigung im Konfliktfall. Als Schlichtungsverfahren eignet sie sich vor allem dann, wenn nach dem Konflikt weiterhin private oder berufliche Beziehungen aufrechterhalten werden sollen.

Kernelemente der Cooperative Praxis:

  • Freiwillige Vereinbarung, den Konflikt außergerichtlich und fair zu lösen
  • Zwei parteiliche Anwältinnen, die sich der kooperativen Methode verpflichten.
  • Transparenter Informationsaustausch
  • Transparenter Informationsaustausch
  • Einbindung weiterer Fachpersonen möglich (z. B. Coach, Therapeut:in, Finanzberater:in)
  • Schriftliche Vereinbarung, dass keine der Parteien gerichtliche Schritte einleitet, solange das Verfahren läuft

Ziel ist eine dauerhafte, tragfähige Lösung, die die Interessen beider Seiten berücksichtigt – besonders geeignet bei familienrechtlichen Themen wie Trennung, Scheidung oder Sorge- und Umgangsfragen.

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So läuft die Cooperative Praxis ab

Die Cooperative Praxis folgt einem klar strukturierten, vertrauensbildenden Prozess.
Ziel ist eine rechtsverbindliche, faire Einigung, ohne eskalierende Auseinandersetzung.

  • Cooperative-Vereinbarung

    Beide Parteien verpflichten sich schriftlich, den Konflikt ausschließlich außergerichtlich zu lösen. Die Anwältinnen sichern zu, keine gerichtlichen Verfahren einzuleiten oder zu begleiten.

  • Vorbereitende Einzelgespräche

    Jede Partei wird durch eine eigene, speziell ausgebildete Anwältin vorbereitet – inhaltlich, rechtlich und kommunikativ.

  • Vierergespräche (Joint Meetings)

    Die Beteiligten und ihre Anwält:innen treffen sich in moderierten Sitzungen. Ziel ist ein offener Dialog, bei dem alle relevanten Aspekte gemeinsam bearbeitet werden.

  • Die Beteiligten behalten jederzeit die Kontrolle über das Verfahren und die Lösung – in einem Rahmen, der Fairness, Vertraulichkeit und gegenseitigen Respekt fördert.

  • Erarbeitung einer Vereinbarung

    Die Ergebnisse werden schriftlich dokumentiert und können rechtlich verbindlich ausgestaltet werden (z. B. als Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung).

  • Einbindung weiterer Fachleute (optional)

    Je nach Bedarf können neutrale Dritte hinzugezogen werden – z. B. Coach, Therapeut:in, Steuer- oder Finanzberater:in.

Für wen ist Cooperative Praxis geeignet?

Die Cooperative Praxis eignet sich besonders für Menschen, die sich in einem familiären oder persönlichen Konflikt befinden – und Wert auf eine wertschätzende, außergerichtliche Lösung.

Voraussetzung ist, dass beide Seiten ernsthaft an einer fairen Lösung interessiert sind und bereit, sich auf diesen kooperativen Weg einzulassen.

Kontakt aufnehmen
  • Trennung und Scheidung

    Wenn rechtliche und persönliche Themen (Unterhalt, Vermögen, Kinder) gemeinsam geklärt werden sollen

  • Konflikte bei gemeinsamer Elternschaft

    Z. B. Regelungen zu Umgang, Sorgerecht oder Schulwahl

  • Erbstreitigkeiten in der Familie

    Wenn Verständigung Vorrang vor Konfrontation haben soll

  • Beziehungen mit gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen

    Z. B. bei unverheirateten Paaren oder Familienunternehmen

Ihre Ansprechpartnerin – fachlich und menschlich qualifiziert

Cooperative Praxis erfordert nicht nur juristisches Fachwissen, sondern auch besondere kommunikative und vermittelnde Fähigkeiten. Genau dafür steht Ihre Ansprechpartnerin Magdalena Reinarz.

  • Spezialisiert auf Familienrecht und außergerichtliche Konfliktlösung
  • Ausbildung in Cooperative Praxis (CP)
  • Langjährige Erfahrung in strukturierter Verhandlungsführung & einvernehmlicher Streitbeilegung
  • Mitglied im Verein für Cooperative Praxis Rhein-Main e.V.

Magdalena Reinarz – Rechtsanwältin & ausgebildete CP-Anwältin

Rechtsanwältin Magdalena Reinarz von der Kanzlei Schlottke-Wegner Reinarz

„Die Cooperative Praxis ermöglicht es Mandant:innen, ihre Zukunft aktiv und respektvoll mitzugestalten – statt sich einem gerichtlichen Urteil zu unterwerfen.“

Häufige Fragen zur Cooperative Praxis

Die Cooperative Praxis ist ein noch wenig bekanntes Verfahren – deshalb beantworten wir hier einige der wichtigsten Fragen.

Wie unterscheidet sich Cooperative Praxis von Mediation?

Bei der Mediation begleitet eine neutrale dritte Person den Prozess. In der Cooperative Praxis hat jede Partei eine:n eigene:n Anwält:in – beide sind jedoch auf Kooperation und Einigung verpflichtet.

Was passiert, wenn das Verfahren scheitert?

In der schriftlichen Vereinbarung ist geregelt, dass die beteiligten Anwält:innen die Parteien dann nicht weiter vor Gericht vertreten. Das erhöht die Verbindlichkeit und das Vertrauen in den Prozess.

Ist Cooperative Praxis rechtlich verbindlich?

Ja. Die gemeinsam erarbeitete Vereinbarung kann z. B. als Scheidungsfolgenvereinbarung oder Vergleich rechtlich wirksam gestaltet werden.

Welche Kosten entstehen?

Die Kosten richten sich nach Umfang und Dauer des Verfahrens. Da gerichtliche Auseinandersetzungen entfallen, ist die Cooperative Praxis oft wirtschaftlich und emotional günstiger.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Beide Seiten müssen bereit sein, offen zu kommunizieren und sich auf eine außergerichtliche Lösung einzulassen.

Termin zur Cooperative Praxis vereinbaren

Sie möchten einen Konflikt außerhalb des Gerichts lösen – respektvoll, strukturiert und rechtsverbindlich? Wir informieren Sie unverbindlich über den Ablauf, die Voraussetzungen und die Möglichkeiten der Cooperative Praxis.

Schlottke-Wegner – Reinarz
Fachanwalts- und Mediationskanzlei
für Familienrecht
Böhmerstraße 3
60322 Frankfurt am Main